Bewusst investieren hat nichts mit einem bestimmten Produkt zu tun. Kein Label, kein Siegel, keine Kategorie. Es ist eine Haltung. Eine Entscheidung für Eigenverantwortung bei einem der wichtigsten Themen des Lebens – der eigenen Geldanlage.

Ob für den langfristigen Vermögensaufbau, zum Schließen der Rentenlücke oder für die finanzielle Freiheit – wer sein Geld arbeiten lässt trifft Entscheidungen die existenzielle Konsequenzen haben. Gut informiert zu sein ist dabei keine Option sondern eine Grundvoraussetzung.

Warum Eigenverantwortung so wichtig ist

Ich glaube dass es wichtig ist zumindest die Grundlagen zu verstehen – auch wenn man am Ende nicht alle Entscheidungen alleine treffen will. Wer die Grundlagen kennt trifft bessere Entscheidungen. Wer sie nicht kennt vertraut blind – und das kann teuer werden.

Bewusst investieren bedeutet konkret:

Niemandem blind vertrauen – besonders keinem provisionsbasierten Berater. Vergleichen bevor man kauft. Kostenstrukturen durchblicken – Transaktionskosten beim Broker, Gesamtkostenquoten bei ETFs und Fonds. Diversifikation verstehen und umsetzen. Auf Preise achten – ob teure Handelsgebühren beim Broker oder zu hohe Verwaltungskosten.

Wer wissen will welche Produkte und Broker ich selbst empfehle findet das auf der Empfehlungsseite*.

Ein kurzer Hinweis zu mir

Ich habe mich zum geprüften Finanzanlagefachmann (IHK) weitergebildet – nicht weil ich Anlageberatung anbieten wollte, sondern weil mich das Thema wirklich interessiert und mir sauberes fundiertes Arbeiten wichtig ist. Was ich hier teile basiert auf diesem Hintergrund – ist aber immer meine persönliche Meinung, keine Beratung.

Bewusst investieren – Meine persönliche Geschichte

Ich komme nicht aus dem Finanzumfeld – ich bin Mechaniker. Mein erster Kontakt mit dem Thema Geldanlage war wie bei vielen anderen: der Bankberater. Riester hier, Lebensversicherung dort, ein aktiv gemanagter Fonds mit klingendem Namen.

Was dabei rauskommt zeigt das Beispiel Riester deutlich – ein Produkt das politisch gefördert wird aber in der Praxis für viele Sparer enttäuschende Ergebnisse liefert. Hohe Kosten, komplexe Bedingungen, magere Renditen nach Abzug aller Gebühren.

Der entscheidende Moment kam als ich anfing nachzurechnen. Ein Standardfonds meiner Hausbank für 1,45% TER – im schlimmsten Fall plus Ausgabeaufschlag – kann langfristig nicht mehr leisten als ein simpler ETF für rund 0,3% Kosten. Der Unterschied klingt klein. Über Jahrzehnte und bei größeren Summen ist er erheblich. Das haben wir im Artikel zur DWS Top Dividende Analyse konkret durchgerechnet.

Seitdem informiere ich mich selbst. Vergleiche. Rechne nach. Und teile was ich gelernt habe.

Warum nicht ESG?

Bewusst investieren klingt nach nachhaltigem Investieren. Ist es aber nicht zwingend – und das ist eine bewusste Entscheidung.

Ich will ESG nicht grundsätzlich schlechtreden. Es gibt durchaus sinnvolle Ansätze und gute Produkte in diesem Bereich. Aber die Realität sieht oft anders aus:

Greenwashing ist verbreitet. Unternehmen landen in ESG-Produkten die dort nach gesundem Menschenverstand nicht sein sollten. Die Kriterien unterscheiden sich je nach Anbieter massiv – was bei einem als nachhaltig gilt ist beim anderen ausgeschlossen.

Und die aktuelle Zeit zeigt uns wie wichtig diese vermeintlich „dreckigen“ Unternehmen für eine funktionierende Realwirtschaft sind. Öl und Rüstung mögen unpopuläre Branchen sein – aber ein Verzicht auf Öl würde uns ins Mittelalter zurückkatapultieren. Erneuerbare Alternativen sind wichtig und richtig – aber diese Welt wird noch einige Jahrzehnte auf sich warten lassen. Wer das aus seinem Portfolio ausschließt schließt gleichzeitig einen erheblichen Teil der realen Wirtschaft aus.

Bewusst investieren bedeutet für mich deshalb: informiert entscheiden – nicht ideologisch.

Was du auf dieser Seite findest

bewusst-investieren.de lebt von echten Inhalten statt Produktverkauf. Einige Empfehlungen sind als Affiliate-Links gekennzeichnet – ich empfehle nur was ich selbst für sinnvoll halte oder selbst nutze.

Von Einsteiger-Themen über Altersvorsorge und Entnahmepläne bis zur Dividendenstrategie – alles was man in seinem Investorenleben so braucht. Dazu kostenfreie Rechner für Zinseszins, Sparplan, Entnahmeplan, Rebalancing und mehr.

Wer anfangen will zu investieren findet hier die Grundlagen. Wer bereits investiert und optimieren will findet tiefergehende Analysen. Und wer sich fragt wie er im Alter von seinem Depot leben kann findet die Entnahmeplan-Serie.

Das Ziel ist immer dasselbe: informierte Entscheidungen ermöglichen. Was du daraus machst liegt bei dir.

Wer seine individuelle Situation konkret durchdenken möchte – auf ehrlich-investieren.de biete ich persönliche Strategiegespräche an.

Philipp Schilke
Philipp Schilke
Mechaniker · Finanzanlagefachmann (IHK) · Gründer Bullish TV

Mein Weg zum Investieren begann nicht mit einem Börsenbuch – sondern mit Frust. Als ich anfing, die Empfehlungen meines Bankberaters zu hinterfragen, merkte ich: Es geht deutlich besser. Ich komme aus der Werkstatt, nicht aus dem Finanzumfeld – und ich weiß wie es ist, mit einem normalen Gehalt langfristig Vermögen aufzubauen. Hier teile ich was ich gelernt habe.


Alles in diesem Artikel ist meine persönliche Meinung. Keine Anlageberatung, keine Empfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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