Inflationsrechner

Inflationsrechner

Wie viel ist dein Geld in Zukunft noch wert – und wie viel Rendite brauchst du um die Inflation zu schlagen?

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Jahre
Kaufkraftverlust
Wert in Zukunft

Kaufkraftverlust: Zeigt wie viel dein Geld durch Inflation real verliert.
Benötigte Rendite: Zeigt welche nominale Rendite du brauchst um nach Inflation einen realen Gewinn zu erzielen.
Keine Anlageberatung – alle Angaben ohne Gewährleistung.

Was ist Inflation – und warum verliert Geld an Wert?

Inflation bedeutet dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen – und damit das Geld weniger wert wird. Nicht weil auf dem Schein weniger draufsteht, sondern weil du dir dafür weniger kaufen kannst. 1.000€ heute und 1.000€ in 20 Jahren sind nominal gleich – real sind sie es nicht.

Das klingt abstrakt, wird aber sehr konkret wenn man es durchrechnet. Bei 2,5% Inflation verliert ein Betrag von 10.000€ in 20 Jahren fast 40% seiner Kaufkraft. Das Geld auf dem Konto wird nicht weniger – aber die Welt um es herum wird teurer.

Ein einfaches Beispiel:
Ein Wocheneinkauf kostet heute 150€. Bei 2,5% Inflation kostet er in 10 Jahren rund 192€ – für exakt dieselben Produkte. In 20 Jahren wären es bereits 246€. Wer sein Geld nicht anlegt verliert schleichend Kaufkraft – ohne es zu merken.

Wie hoch war die Inflation historisch?

In Deutschland lag die durchschnittliche Inflationsrate von 1960 bis 2025 bei rund 2,8% pro Jahr. Das klingt wenig – kumuliert über 65 Jahre bedeutet das aber eine Preissteigerung von fast 500%. Ein Artikel der 1960 noch 100€ kostete, würde 2026 rund 582€ kosten.

Zeitraum / EreignisInflationsrateHintergrund
Ø 1960–2025~2,8% p.a.Langfristiger Durchschnitt Deutschland
1951~7,9%Korea-Krieg, hohe US-Nachfrage, Importinflation
1973/74~7%Ölpreisschock nach OPEC-Embargo
1981~6,3%Zweiter Ölpreisschock, Zinswende
1992~5%Wiedervereinigung, Nachfrageboom
2009~0,3%Finanzkrise, Nachfrageeinbruch
2015/16~0,1–0,5%Niedrigenergiepreise, EZB-Nullzinspolitik
2022~6,9%Ukraine-Krieg, Energiekrise, Lieferkettenprobleme
2023~5,9%Nachwirkungen Energiekrise
2024~2,2%Normalisierung, sinkende Energiepreise
2025~2,1%Annäherung an EZB-Ziel von 2%

Quelle: Statistisches Bundesamt, laenderdaten.info – Inflationsraten Deutschland

Die deutschen Extrembeispiele

Deutschland hat in seiner Geschichte auch extreme Inflationsphasen erlebt – weit jenseits der moderaten Zahlen der Nachkriegszeit. Die bekanntesten:

Hyperinflation 1923: Die wohl bekannteste Inflationskatastrophe der deutschen Geschichte. Die Inflationsrate erreichte astronomische Werte – zeitweise Billionen Prozent pro Jahr. Eine Briefmarke die 1921 noch wenige Pfennig kostete, war Ende 1923 Milliarden Mark wert. Ersparnisse wurden vollständig vernichtet. Auslöser waren Kriegsschulden, Reparationszahlungen und die Besetzung des Ruhrgebiets durch Frankreich und Belgien.

Währungsreform 1948: Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Reichsmark praktisch wertlos. Mit der Einführung der Deutschen Mark wurden Ersparnisse im Verhältnis 10:1 umgetauscht – wer 1.000 Reichsmark hatte bekam 100 D-Mark. Auch das ist eine Form der Enteignung durch Geldentwertung.

Was zeigt der Rechner – und wo liegen die Grenzen?

Der Inflationsrechner oben zeigt zwei Dinge: Wie viel Kaufkraft dein Geld bei einer angenommenen Inflationsrate verliert – und welche nominale Rendite du brauchst um nach Inflation einen echten Gewinn zu erzielen.

  • Der Rechner arbeitet mit einer konstanten Inflationsrate – in der Realität schwankt die Inflation jedes Jahr erheblich
  • Die "gefühlte Inflation" weicht oft von der offiziellen ab – wer viel Lebensmittel und Energie kauft spürt Preissteigerungen stärker als der statistische Warenkorb zeigt
  • Steuern auf Kapitalerträge sind nicht berücksichtigt – in Deutschland fällt Abgeltungssteuer an, was die reale Rendite weiter reduziert
  • Zukünftige Inflation ist nicht vorhersagbar – die letzten Jahre haben gezeigt wie schnell sich das Inflationsbild ändern kann

Was bedeutet das für Anleger?

Geld das nicht investiert wird verliert schleichend an Kaufkraft. Bei 2,5% Inflation reichen 2,5% Rendite um den Wert zu erhalten – alles darüber ist echter Vermögensaufbau. Wer langfristig in breit gestreute Aktien-ETFs investiert hat historisch eine reale Rendite von 5-7% nach Inflation erzielt – deutlich über dem Kaufkrafterhalt. Wer sein Geld auf dem Tagesgeldkonto lässt, erzielt aktuell oft weniger als die Inflationsrate – und verliert real Vermögen.

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und spiegeln meine persönliche Meinung wider. Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewährleistung.
Quellen: Statistisches Bundesamt, laenderdaten.info

Was ist Inflation einfach erklärt?

Inflation bedeutet dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen – und damit dein Geld weniger wert wird. Nicht weil weniger auf dem Schein steht, sondern weil du dir dafür weniger kaufen kannst. Das Statistische Bundesamt misst die Inflation monatlich anhand eines Warenkorbs mit rund 700 Gütern und Dienstleistungen.

Wie hoch ist die Inflation in Deutschland 2026?

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Februar 2026 bei 1,9% – nach 2,1% im Januar. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel liegt bei 2,5%. Der langfristige Durchschnitt seit 1960 beträgt rund 2,8% pro Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen nominaler und realer Rendite?

Die nominale Rendite ist das was dein Investment auf dem Papier erwirtschaftet – ohne Inflation. Die reale Rendite ist was nach Abzug der Inflation übrig bleibt. Bei 6% nominaler Rendite und 2,5% Inflation beträgt die reale Rendite rund 3,4%. Nur die reale Rendite sagt dir ob du echten Vermögenszuwachs hattest.

Wie viel Rendite brauche ich um die Inflation zu schlagen?

Um die Kaufkraft zu erhalten brauchst du mindestens eine Rendite in Höhe der Inflationsrate. Bei 2,5% Inflation also mindestens 2,5% Rendite – sonst verlierst du real Vermögen. Wer echten Vermögensaufbau will braucht deutlich mehr. Historisch haben breit gestreute Aktien-ETFs nach Inflation rund 5-7% reale Rendite erzielt.

Was war die höchste Inflation in Deutschland?

Die extremste Inflationsphase war die Hyperinflation 1923 mit astronomischen Preissteigerungen die Ersparnisse vollständig vernichteten. In der Nachkriegszeit war 1951 mit rund 7,9% ein Höhepunkt, ebenso 1973/74 während des Ölpreisschocks. Zuletzt erreichte die Inflation 2022 rund 6,9% – getrieben durch Energiekrise und Ukraine-Krieg.

Verliert Geld auf dem Konto durch Inflation an Wert?

Ja – wenn die Verzinsung auf dem Konto unter der Inflationsrate liegt verlierst du real Kaufkraft. Bei 0% Zinsen und 2,5% Inflation verlieren 10.000€ in 10 Jahren rund 2.200€ Kaufkraft – obwohl auf dem Konto noch 10.000€ stehen. Deshalb ist langfristiges Investieren so wichtig.