
Wie viel Geld brauche ich um mit Investieren anzufangen?
Das ist die Frage die ich am häufigsten höre. Und die ehrliche Antwort lautet: weniger als du denkst.
Bei den meisten modernen Brokern kannst du heute ab 1 Euro einen Sparplan einrichten. Ein Euro. Das wird dich nicht reich machen – aber darum geht es am Anfang auch nicht. Es geht darum eine Gewohnheit aufzubauen. Wer jeden Monat automatisch investiert, egal wie wenig, entwickelt ein anderes Verhältnis zu Geld als jemand der wartet bis „genug“ da ist. Gerade für junge Menschen die im Moment nicht viel übrig haben ist das der wichtigste erste Schritt.
Sei ehrlich zu dir selbst
Bevor du sagst „ich habe nichts übrig“ – schau dir wirklich an wohin dein Geld geht.
Ein ungenutztes Abo kündigen. Einen Starbucks-Kaffee pro Woche weniger. Das klingt nach Verzicht, ist es aber nicht wirklich. Du merkst diesen Kaffee nicht – du merkst aber nach zwei Jahren wie dein Depot wächst. Oft findet man auf diese Weise 25 bis 50 Euro im Monat ohne dass die Lebensqualität leidet.
Das ist kein Moralismus. Es ist Mathematik.
Der einfachere Weg: mehr verdienen statt weniger ausgeben
Noch einfacher als sparen ist es aus meiner Sicht das Einkommen zu erhöhen. Ein Minijob, ein kleines Online-Projekt, die ein oder andere Überstunde – wer 200 Euro mehr im Monat verdient und davon 100 investiert hat seinen Lebensstandard verbessert und gleichzeitig seine Sparrate erhöht. Das ist nachhaltiger als jeden Kaffee zu zählen.
Die Regel die alles verändert
Egal wie du anfängst – eine Regel solltest du dir merken: Bei jeder Gehaltserhöhung die Hälfte davon direkt in die Sparrate stecken.
Du lebst heute mit deinem aktuellen Gehalt. Wenn du eine Erhöhung bekommst, kannst du die Hälfte davon einfach nicht vermissen – du hast ja noch nie damit gelebt. Die andere Hälfte verbessert deinen Lebensstandard. So steigen Sparrate und Lebensqualität parallel. Das ist der Zinseszins-Effekt für dein Verhalten.
Was ist eigentlich ein sinnvoller Einstiegsbetrag?
Ab 25 Euro monatlich macht ein Sparplan auf einen ETF wirklich Sinn. Viele Broker bieten ab diesem Betrag eine gute Auswahl an ETFs ohne Ordergebühren an. Mit 50 Euro hat man schon eine ordentliche Basis, ab 100 Euro kann man anfangen breiter zu diversifizieren.
Aber nochmal: Fang an. Mit dem was du hast. Heute. Nicht wenn das Gehalt steigt, nicht wenn die Märkte „besser“ aussehen, nicht wenn du dich „sicherer“ fühlst. Der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist jetzt.
Häufig gestellte Fragen:
Ab wie viel Euro kann ich mit Investieren anfangen?
Bei den meisten modernen Brokern ist ein Sparplan bereits ab 1 Euro möglich. Sinnvoll wird es ab etwa 25 Euro monatlich – dann hast du eine gute Auswahl an ETFs ohne Ordergebühren.
Muss ich viel Geld haben um zu investieren?
Nein. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmäßigkeit. Wer monatlich einen festen Betrag automatisch investiert – auch wenn es nur 25 Euro sind – baut langfristig mehr Vermögen auf als jemand der auf den „richtigen Moment“ wartet.
Wann ist der beste Zeitpunkt um mit Investieren anzufangen?
So früh wie möglich. Der Zinseszinseffekt braucht Zeit – jedes Jahr das du wartest kostet dich langfristig mehr als jede Marktkorrektur.
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