Warum jeder 0,002625 BTC haben sollte: 21.000.000 BTC geteilt durch 8.000.000.000 Menschen = 0,002625 BTC pro Person. In einer Welt in der alles fair verteilt wäre, wäre das dein Anteil. Beim Schreiben dieses Artikels kostet das rund 160 Euro.

Für 160 Euro kannst du dir heute die Möglichkeit sichern immer etwas mehr zu haben als alle anderen – nur für den Fall dass sich Bitcoin wirklich durchsetzt.

Das ist meine Meinung. Und ich sage dazu auch ganz offen: Ich sehe hier ein reales Risiko des Totalverlusts. Aber dazu gleich mehr.

Die Rechnung geht eigentlich nicht auf – und das macht es interessanter

21 Millionen Bitcoin werden nie alle verfügbar sein. Schätzungen zufolge sind bereits 2,3 bis 4 Millionen BTC für immer verloren – vergessene Passwörter, zerstörte Festplatten, verstorbene Besitzer ohne Zugangsregelung. Diese Coins existieren noch auf der Blockchain, aber niemand kommt mehr ran.

Dazu kommt: Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 gemined. Die verbleibende Million BTC wird durch das Halving immer langsamer produziert – aktuell entstehen täglich nur noch rund 450 neue Coins.

Was bedeutet das für die Rechnung? Wer heute 0,002625 BTC hält, hat in der Realität bereits mehr als seinen theoretischen fairen Anteil – weil Millionen Coins für immer verschwunden sind und der Rest noch Jahrzehnte braucht um überhaupt existieren zu können.

Ein Lottoticket mit vielleicht etwas besseren Chancen

Ich vergleiche es gerne mit einem Lottoticket. Der Unterschied: Beim Lotto ist dein Ticket nach der Ziehung wertlos. Hier behältst du den Einsatz in Form von Bitcoin – der könnte immer noch etwas wert sein, auch wenn Bitcoin sich nicht als globales Zahlungsmittel durchsetzt.

Setzt sich Bitcoin durch, könnte 0,002625 BTC irgendwann ein big deal sein. Setzt es sich nicht durch, verlierst du 160 Euro. Das ist ein asymmetrisches Risiko – kleiner Einsatz, potenziell großer Upside.

Ich betone: Ich sehe den Totalverlust als reales Szenario. Bitcoin ist volatil, regulatorisch unsicher und technologisch nicht unantastbar. Wer mehr als einen kleinen überschaubaren Betrag einsetzt handelt fahrlässig.

Was ich daraus mache

Ich halte einen kleinen Bitcoin-Anteil in meinem Portfolio – nicht als Hauptbaustein sondern als bewusstes Experiment. Das hier ist keine Anlageempfehlung sondern meine persönliche Logik: Für einen Betrag den ich verschmerzen kann sichere ich mir die Option dabei zu sein wenn etwas Historisches passiert.

Vielleicht passiert es nicht. Aber die Frage ob man für 160 Euro zumindest seinen fairen Anteil halten will – die darf jeder für sich selbst beantworten.

Philipp Schilke
Philipp Schilke
Mechaniker · Finanzanlagefachmann (IHK) · Gründer Bullish TV

Mein Weg zum Investieren begann nicht mit einem Börsenbuch – sondern mit Frust. Als ich anfing, die Empfehlungen meines Bankberaters zu hinterfragen, merkte ich: Es geht deutlich besser. Ich komme aus der Werkstatt, nicht aus dem Finanzumfeld – und ich weiß wie es ist, mit einem normalen Gehalt langfristig Vermögen aufzubauen. Hier teile ich was ich gelernt habe.


Keine Anlageberatung, keine Handlungsempfehlung. Alle Inhalte spiegeln meine persönliche Meinung wider. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden – bei Bitcoin bis hin zum Totalverlust. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links.

Wie viele Bitcoin gibt es maximal?

Das Maximum liegt bei 21 Millionen Bitcoin – fest im Code verankert. Schätzungen zufolge sind davon bereits 2-4 Millionen für immer verloren. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 gemined.

Wie viel Bitcoin bräuchte jeder Mensch wenn es fair verteilt wäre?

Bei 8 Milliarden Menschen und 21 Millionen BTC wären das rechnerisch 0,002625 BTC pro Person – aktuell rund 160 Euro.

Ist Bitcoin ein sicheres Investment?

Nein. Bitcoin ist hochvolatil und ein Totalverlust ist möglich. Als kleiner Portfolioanteil kann es sinnvoll sein – als Hauptanlage ist es zu riskant.