Du willst wissen, was aus deinem monatlichen Sparplan wirklich wird? Trag deine Werte ein und sieh sofort, wie der Zinseszins-Effekt dein Vermögen über die Jahre wachsen lässt – und warum Zeit dein wichtigster Verbündeter ist.

Sparplan-Rechner

Berechne wie dein Vermögen durch regelmäßiges Sparen und den Zinseszins-Effekt wächst.

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% p.a.
Endkapital
Eingezahlt
Rendite

Diese Berechnung dient der Orientierung und ersetzt keine Anlageberatung. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Alle Angaben ohne Gewährleistung.

Was ist ein Sparplan?

Ein Sparplan ist eine automatische, regelmäßige Investition eines festen Betrags – monatlich, wöchentlich oder quartalsweise. Statt einmal einen großen Betrag anzulegen zahlst du kontinuierlich kleinere Beträge ein. Das Depot kauft automatisch neue Anteile – unabhängig davon ob der Kurs gerade hoch oder niedrig ist.

Das klingt unspektakulär – ist aber eine der mächtigsten Methoden zum langfristigen Vermögensaufbau. Der Grund: der Zinseszins-Effekt und der sogenannte Cost-Average-Effekt arbeiten still und leise für dich – Jahr für Jahr.

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Cost Average bedeutet auf Deutsch Durchschnittskosteneffekt. Die Idee: Weil du jeden Monat denselben Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über Zeit ergibt sich dadurch ein günstigerer Durchschnittskaufpreis als wenn du immer zum gleichen Kurs kaufen würdest.

Beispiel Cost Average:
Du investierst jeden Monat 100€ in einen ETF.
Monat 1: Kurs 50€ → du kaufst 2 Anteile
Monat 2: Kurs 25€ → du kaufst 4 Anteile
Monat 3: Kurs 100€ → du kaufst 1 Anteil
Ergebnis: 300€ investiert, 7 Anteile, Durchschnittspreis 42,86€ – obwohl der Kurs einmal bei 100€ stand.

Wichtig: Der Cost-Average-Effekt ist kein Garant für Gewinn. Er schützt dich vor dem schlimmsten Timing-Fehler – alles auf einmal zum Höchstkurs zu kaufen. Langfristig wichtiger ist die Konsequenz: Wer jeden Monat investiert, unabhängig von Marktlage und Nachrichten, baut nachweislich mehr Vermögen auf als wer versucht den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Wie richtet man einen Sparplan ein?

Bei den meisten deutschen Brokern ist ein ETF-Sparplan in wenigen Minuten eingerichtet – oft schon ab 1€ monatlich. Der Prozess ist überall ähnlich:

SchrittWas zu tun ist
1. Depot eröffnenBei einem Online-Broker deiner Wahl – viele bieten kostenlose ETF-Sparpläne an
2. ETF auswählenISIN oder Name eingeben – z.B. einen MSCI World oder FTSE All-World ETF
3. Sparrate festlegenMonatlichen Betrag eingeben – empfohlen mindestens 25-50€ für sinnvollen Aufbau
4. Ausführungstag wählenDatum im Monat festlegen – mehr dazu unten
5. Sparplan aktivierenBestätigen – ab dann läuft alles automatisch

Welche Intervalle gibt es?

Die meisten deutschen Broker bieten monatliche Sparpläne an – das ist der Standard. Manche bieten auch quartalsweise oder zweiwöchentliche Ausführung an. Bei Kryptowährungen sind sogar tägliche oder wöchentliche Sparpläne üblich – dort sind die Kursschwankungen so hoch dass häufigere Ausführungen den Cost-Average-Effekt noch stärker wirken lassen.

Wann ist der beste Tag für die Sparplan-Ausführung?

Kurze Antwort: Es spielt kaum eine Rolle. Analysen verschiedener ETFs über Zeiträume von 10 bis 34 Jahren zeigen dass der Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Ausführungstag im Monat bei maximal 0,1% Rendite pro Jahr liegt – langfristig vernachlässigbar.

Tendenziell schneidet der Monatsanfang (1.–8.) in vielen Analysen etwas besser ab als das Monatsende. Eine Analyse von aktienbaum.de über 34 Jahre zeigt den 8. des Monats als historisch besten Tag – der schlechteste war der 17. mit rund 0,12% weniger Rendite pro Jahr.

Meine persönliche Herangehensweise: Ich führe den Sparplan kurz nach Gehaltseingang aus – dann ist das Geld weg bevor man es ausgeben kann. Das ist psychologisch der wichtigste Trick. Welcher genaue Tag es ist spielt für die langfristige Rendite kaum eine Rolle.

Bonus-Tipp für Dividenden-ETFs und Dividendenaktien: Wer gezielt Dividenden-ETFs oder Einzelaktien besparen will kann den Ausführungstag auf kurz nach dem Ex-Dividenden-Tag legen – dann kauft man die Anteile ohne den Dividendenanspruch zu einem leicht reduzierten Kurs.

Quelle Ausführungstag: aktienbaum.de, Analyse über 34 Jahre MSCI World, NASDAQ 100, S&P 500 und DAX

Grenzen des Sparplan-Rechners

  • Der Rechner arbeitet mit einer konstanten jährlichen Rendite – in der Realität schwankt die Rendite jedes Jahr erheblich
  • Steuern auf Ausschüttungen und Kursgewinne sind nicht einberechnet – in Deutschland fällt Abgeltungssteuer an
  • Inflation ist nicht berücksichtigt – wer reale Werte berechnen will sollte eine inflationsbereinigte Rendite eingeben (z.B. 7% minus 2,5% Inflation = 4,5% real)
  • Sparplankosten beim Broker sind nicht eingebaut – viele Broker bieten kostenlose ETF-Sparpläne an, andere erheben Gebühren pro Ausführung
  • Die Sparrate wird als konstant angenommen – die Dynamik-Funktion im Rechner bildet jährliche Erhöhungen ab, aber unregelmäßige Einzahlungen nicht
  • Ausschüttungen werden nicht automatisch reinvestiert – wer einen thesaurierenden ETF besparte muss das nicht beachten, bei ausschüttenden ETFs würden Dividenden separat anfallen

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und spiegeln meine persönliche Meinung wider. Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewährleistung.

Ist ein ETF-Sparplan sicher?

Ein ETF-Sparplan ist kein Tagesgeldkonto – der Wert schwankt. Kurzfristig kann er stark fallen. Langfristig hat ein breit gestreuter Welt-ETF historisch aber immer positive Renditen erzielt. Wer das Geld in 2 Jahren braucht, sollte es nicht in Aktien stecken. Wer 20+ Jahre Zeit hat, hat historisch gut abgeschnitten.

Ab wann lohnt sich ein Sparplan?

Sofort – und je früher desto besser. Wer mit 25 anfängt und bis 65 investiert, hat 40 Jahre Zinseszins. Wer erst mit 35 startet, hat nur noch 30 Jahre. Dieser Unterschied von 10 Jahren kann das Endkapital nahezu halbieren.

Was ist der Zinseszins-Effekt?

Beim Zinseszins werden nicht nur deine Einzahlungen verzinst, sondern auch die bereits erzielten Zinsen. Das führt zu exponentiellem Wachstum. Wer 30 Jahre lang 200€ monatlich zu 7% anlegt, zahlt rund 72.000€ ein – und erhält am Ende über 220.000€. Der Unterschied kommt vom Zinseszins.

Wie viel muss ich monatlich sparen um Millionär zu werden?

Bei 7% Rendite p.a. und 30 Jahren Laufzeit brauchst du rund 820€ pro Monat um auf 1 Million zu kommen. Bei 40 Jahren reichen bereits ca. 380€ pro Monat. Die Zeit ist die mächtigste Variable – nicht die Sparrate.

Was bedeutet % p.a.?

p.a. steht für „per annum“ – also pro Jahr. Wenn ein ETF 7% p.a. Rendite erzielt, bedeutet das: Dein Kapital wächst im Durchschnitt um 7% jährlich. Beim Sparplan wird dieser Zins auf das gesamte angesammelte Kapital berechnet – inklusive bereits erzielter Gewinne.

Welche Rendite kann ich realistisch erwarten?

Für einen breit gestreuten ETF-Sparplan auf den MSCI World oder FTSE All-World werden langfristig 6–8% p.a. als realistische Erwartung angesetzt – nach Kosten, vor Steuern und Inflation. Konservativ kalkuliert man besser mit 5–6%. Wichtig: Das sind historische Durchschnittswerte, keine Garantie. In einzelnen Jahren kann die Rendite stark schwanken – nach oben wie nach unten.