Gib deine Positionen und Zielgewichte ein – der Rechner zeigt dir was du kaufen oder verkaufen musst um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
| Position | Aktueller Wert (€) | Ist (%) | Ziel (%) | Löschen |
|---|
Verkäufe können in Deutschland steuerpflichtig sein – Abgeltungssteuer 26,375% auf realisierte Gewinne.
Zielgewichte müssen 100% ergeben. Keine Anlageberatung – alle Angaben ohne Gewährleistung.
Rebalancing – auf Deutsch auch Portfoliogewichtung anpassen oder Depotausgleich genannt – bedeutet dass du dein Portfolio regelmäßig auf seine ursprüngliche Zielaufteilung zurückführst. Märkte entwickeln sich unterschiedlich: Was heute 70% Aktien und 30% Anleihen ist, kann nach einem starken Börsenjahr schnell 85% Aktien und 15% Anleihen sein – weil Aktien stärker gestiegen sind als Anleihen.
Rebalancing stellt das ursprüngliche Gleichgewicht wieder her. Du verkaufst was zu groß geworden ist und kaufst nach was zu klein geworden ist – oder du lenkst frisches Kapital gezielt dorthin wo es gebraucht wird.
Das ist eine berechtigt kontroverse Frage. Rein renditegeprägt betrachtet hat ein reines Aktienportfolio historisch besser abgeschnitten als ein gemischtes das regelmäßig rebalanciert wurde. Wer also konsequent 100% Aktien hält und nie umschichtet hat langfristig oft mehr Rendite erzielt.
Der eigentliche Sinn von Rebalancing liegt aber woanders: im Risikomanagement. Ein Portfolio das nie rebalanciert wird driftet mit der Zeit immer weiter in Richtung der besten Performer – also meist Aktien. Das erhöht das Risiko. Wer kurz vor der Rente steht und plötzlich 90% in Aktien hat obwohl er 60% wollte, hat ein echtes Problem wenn der Markt einbricht.
Ein weiteres Argument für Rebalancing ist die sogenannte Regression zur Mitte: Was überdurchschnittlich gut gelaufen ist neigt dazu mittelfristig wieder zum Durchschnitt zurückzukehren. Durch Rebalancing verkaufst du systematisch was teuer ist und kaufst was günstig ist – ein antizyklischer Ansatz der langfristig durchaus Sinn ergeben kann.
Dafür gibt es keine universelle Antwort. Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze:
| Ansatz | Beschreibung | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Zeitbasiert | Einmal im Jahr oder halbjährlich prüfen | Einfach, planbar, wenig Aufwand | Kann zu früh oder zu spät sein |
| Schwellenwert | Nur wenn eine Position mehr als 5% vom Ziel abweicht | Reagiert auf echte Drift, weniger unnötige Transaktionen | Erfordert regelmäßige Kontrolle |
Meine persönliche Herangehensweise: Ich schaue einmal im Jahr drauf und rebalanciere nur wenn die Drift wirklich signifikant ist. Kleinere Abweichungen von 2-3% ignoriere ich – der Aufwand und die Transaktionskosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Ich persönlich mag es nicht Positionen zu verkaufen. Zum einen wegen der Steuern – jeder Verkauf von Gewinnen löst Abgeltungssteuer aus. Zum anderen mag ich es nicht gute Positionen zu reduzieren nur weil sie gut gelaufen sind.
Mein Weg: Ich nutze frisches Kapital gezielt. Meine Dividenden sammle ich und investiere sie bewusst dort wo das Portfolio gerade untergewichtet ist. So kaufe ich systematisch nach ohne etwas verkaufen zu müssen – und nutze gleichzeitig den Zinseszinseffekt meiner Ausschüttungen. Das funktioniert natürlich am besten wenn man regelmäßig Kapital zuführt oder Dividenden erhält.
Diversifikation bedeutet das Risiko auf möglichst unkorrelierte Anlageklassen zu verteilen. Die Idee: Wenn Aktien fallen steigen andere Anlageklassen oder fallen zumindest weniger stark. Das glättet die Kurve und macht das Portfolio stabiler.
Reicht eine Anlageklasse wie Aktien allein? Rein aus Rendite-Sicht hat ein reines Aktienportfolio langfristig am besten abgeschnitten. Das Problem ist die Volatilität – Aktien können in einem Jahr 40-50% verlieren. Wer das psychologisch aushält und einen langen Anlagehorizont hat braucht vielleicht keine anderen Anlageklassen. Wer kurz vor der Rente steht oder das Geld in absehbarer Zeit braucht, sollte sein Risiko breiter streuen.
| Strategie | Aufteilung | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| 100% Aktien | 100% Aktien global | Historisch höchste Rendite, einfach, kein Rebalancing nötig | Hohe Schwankungen, psychologisch anspruchsvoll |
| 70/30 | 70% Aktien, 30% Schwellenländer | Breite globale Streuung, einfach umsetzbar | Kein Risikopuffer, hohe Korrelation beider Positionen |
| 80/20 Weltportfolio | 80% Aktien, 20% Investitionsreserve | Puffer für Krisen, antizyklisches Nachkaufen möglich | Etwas geringere Rendite in Bullenmärkten |
| 60/40 | 60% Aktien, 40% Anleihen | Klassisch ausgewogen, geringere Schwankungen | Anleihen schützen nicht immer – 2022 haben beide fallen |
| All Weather | 30% Aktien, 55% Anleihen, 7,5% Gold, 7,5% Rohstoffe | Designed für alle Marktphasen, geringe Drawdowns | In Bullenmärkten deutlich geringere Rendite als Aktien |
Der Rebalancing-Rechner zeigt dir auf Basis deiner aktuellen Depotwerte und Zielgewichte genau was du kaufen oder verkaufen musst. Er berechnet die Differenz zwischen Ist- und Soll-Zustand und schlägt die minimalen Transaktionen vor um die Zielallokation zu erreichen.
Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und spiegeln meine persönliche Meinung wider. Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewährleistung.
Rebalancing wird auf Deutsch als Portfoliogewichtung anpassen oder Depotausgleich bezeichnet. Es bedeutet dass du dein Portfolio regelmäßig auf seine ursprüngliche Zielaufteilung zurückführst – weil einzelne Positionen durch unterschiedliche Kursentwicklungen aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Die meisten Experten empfehlen einmal im Jahr oder wenn eine Position mehr als 5% von der Zielgewichtung abweicht. Häufigeres Rebalancing lohnt sich meist nicht – Transaktionskosten und Steuern fressen den Vorteil auf. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Konsequenz.
Nein – wer regelmäßig frisches Kapital investiert oder Dividenden erhält kann rebalancieren ohne zu verkaufen. Einfach die untergewichteten Positionen nachkaufen bis die Zielallokation wieder stimmt. Das ist steuerlich günstiger weil keine Gewinne realisiert werden.
Beim 70/30 Portfolio hält man 70% Aktien und 30% Schwellenländer – beides Aktien, also volles Aktienrisiko. Das 60/40 Portfolio kombiniert 60% Aktien mit 40% Anleihen – die Anleihen sollen als Puffer in Krisenzeiten dienen und Schwankungen glätten. Das 60/40 hat historisch weniger Rendite aber auch weniger Volatilität erzielt.
Das All Weather Portfolio ist eine Strategie die für alle Marktphasen ausgelegt ist: 30% Aktien, 40% langfristige Anleihen, 15% mittelfristige Anleihen, 7,5% Gold und 7,5% Rohstoffe. Es soll in Inflation, Deflation, Wachstum und Rezession gleichmäßig performen. Der Nachteil: in langen Bullenmärkten bleibt die Rendite deutlich hinter einem reinen Aktienportfolio zurück.
Diversifikation bedeutet das Risiko auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen zu verteilen. Die Idee: wenn eine Anlageklasse fällt entwickeln sich andere unabhängig davon. Ein reines Aktienportfolio kann in einem Jahr 40-50% verlieren – eine Beimischung von Anleihen, Gold oder anderen Anlageklassen kann diese Schwankungen dämpfen.